Lausitz: Wirtschaft macht Druck

Mittelstand fordert Tempo, weniger Bürokratie

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Freitag 27. März 2026
Niederlausitz
2 min
Kategorie:
Kurznachrichten aus Wirtschaft für Bau Lausitz

Die Lausitzer Wirtschaft hat ein Forderungspapier an die neue Landesregierung in Brandenburg gerichtet. Für die Region ist das vor allem deshalb relevant, weil es um zentrale Fragen des Strukturwandels geht: schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und bessere Bedingungen für Investitionen.

Auffällig ist der Absender: Das Papier stammt nicht von großen Kammern oder staatlichen Stellen, sondern von freien Unternehmerverbänden. Federführend beteiligt ist der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin, der branchenübergreifend vor allem mittelständische Unternehmen vertritt und sich als unabhängige wirtschaftspolitische Interessenvertretung versteht.

Tempo als Standortfaktor

Im Mittelpunkt steht die Forderung nach mehr Geschwindigkeit in Verwaltung und Genehmigung. Nach Darstellung der Verfasser ist das gerade in der Lausitz ein entscheidender Standortfaktor. Unternehmen investierten dort, wo Genehmigungen, Infrastruktur und Förderentscheidungen zügig vorliegen.

Die Kernaussage des Papiers: Wenn Brandenburg bei diesen Punkten zu langsam ist, verliert die Region im Wettbewerb um neue Industriearbeitsplätze.

Net Zero Valley im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Net Zero Valley in der Lausitz. Die Wirtschaft fordert, dieses Vorhaben zu einem zentralen industriepolitischen Projekt des Landes zu machen.

Dabei geht es laut Papier um die Ansiedlung neuer Industrien in Bereichen wie Batterietechnik, Wasserstoff, Energietechnik und Netzinfrastruktur. Aus Sicht der Verfasser kann der Strukturwandel nur gelingen, wenn neue Industrie in die Region kommt und die Rahmenbedingungen dafür stimmen.

Vorschlag für ein Lausitz-Dashboard

Als konkreten Ansatz nennt das Forderungspapier ein öffentliches Lausitz-Dashboard. Damit soll messbar werden, ob der Strukturwandel vorankommt. Genannt werden unter anderem Arbeitsplätze, Investitionen, Infrastrukturprojekte und Genehmigungszeiten.

Der Vorschlag folgt einem einfachen Prinzip: Ziele festlegen, Kennzahlen definieren und Fortschritte regelmäßig sichtbar machen.

Mittelstand fordert Umsetzung

Das Papier macht deutlich, dass der Mittelstand in der Lausitz den Strukturwandel nicht nur begleiten, sondern aktiv mitgestalten will. Von der Politik erwartet die Wirtschaft nach eigener Darstellung vor allem klare Entscheidungen, weniger Bürokratie und mehr Tempo.

Oder kurz gesagt: nicht noch mehr Strategiepapiere, sondern Umsetzung.

Das vollständige Forderungspapier ist hier veröffentlicht: uv-bb.de/2026/03/forderungspapier-der-lausitzer-wirtschaft-an-die-neue-landesregierung-des-landes-brandenburg

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